Ein kurzes „Hallo“

Ein kurzes „Hallo“

An dieser Stelle auch von mir ein kurzes „Hallo“ an die werte Leserschaft.

Nachdem meine Frau ja (hier) schon geschrieben hat, wie schlimm es heutzutage schon für Mütter sein kann, sich vor und nach der Geburt über das Beste für Mutter und Kind zu informieren, möchte ich hier auch mal ein paar Tips für die werdenden oder schon
– aber noch nicht so lang – seienden Väter aufschreiben. Denn wer sich im Netz auf die Suche nach brauchbaren Informationen für Väter begibt, der muss sich auf eine ganze Menge geistigen Sondermülls gefasst machen, der hier vollkommen unverständlicher Weise ins Web verklappt wurde und noch immer wird. Ich konnte in diesem Pfuhl im Großen und Ganzen vier Väter-Kategorien ausmachen, die natürlich meistens mit der Realität noch nie Kontakt hatten, und sich dafür wegen beiderseitiger Abstoßung auch nicht eignen würden: 

I Der Überflüssige

Die Hauptbeschäftigung des Überflüssigen scheint es zu sein, Mutter und Kind die Luft weg zu atmen. Mehr nicht. Die Mutter muss ALLES das Kinds- und ihr eigenes Wohl Betreffende alleine machen, und zusätzlich noch diesen Fleischsack von Vater/Mann durchs Leben bringen, der seit Abgabe seines halben Erbgut-Satzes nichts Sinnvolles mehr getan hat.

II Der Abgehauene

Wie der Name schon sagt ist dieser Vater-Typus einfach weg. Meist schon seit der Zeit, in denen der Nachwuchs noch deutlich unterhalb der Nachweisgrenze (dabei hat es da technisch in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gegeben) in der dafür vorgesehenen Organhöhlung der Mutter trieb (nur „trieb“ … für „sein Unwesen trieb“ war das Zellhäufchen noch zu klein)

III Das Arschloch

Dieser Vater-Typus wäre meist gerne selbst vom Typ II, hat dafür aber den Mumm nicht (gerne kaschiert als Verantwortungsgefühl) und macht darum Mutter (und Kind) das Leben aktiv zur Hölle.

IV Das Anhängsel

Diese Väter sind (wohl aus Verzweiflung oder als grenzenlos überzogener Versuch nicht vom Typ III zu sein) willfährige Sklaven ihrer Partnerin. Jederzeit stumm zu Diensten bereit, werden sie aber nur selten als eigenständige Lebensform wahrgenommen, sondern verblassen ganz unauffällig und still hinter der perfekten Frau und damit Mutter des Nachwuchses, an dessen Entstehen sie nicht zwingend beteiligt waren. Oft wird dieser Typus in die von Typ II gelassene Lücke im Leben der Mutter gesogen, um fortan dort sein eigenes Leben zu ignorieren oder vollends fahren zu lassen.

Neben diesen Typen gibt es noch eine weitere Ausformung des Vaterseins, die den Träger des Y-Chromosoms aber nicht alleine kennt: Das(?) „Eltern“. Mutter und Vater des Nachwuchses bilden eine so perfekte und harmonische Einheit, dass man als Otto-Normal-Mensch einfach nur noch kotzen möchte. „Eltern“ haben immer genau eine Meinung, und die ist genauso immer richtig und nicht anfechtbar. Ich persönlich vermute allerdings, dass 99% dieser „Eltern“ nur von Müttern falsch interpretierte Typ IV Väter als männlichen Part haben.

Da diese Einteiulng ja offensichtlicher Mist ist, der ganz schnell in die Ecke geworfen gehört, in der der Haushalt alte Kleidung sammelt, um damit später nochmal das Auto zu reinigen, drängt sich nun doch aber die Frage in den Vordergrund, wie das Leben als Vater denn so ist, was auf einen zukommt, und wie das Alles weitergehen soll/wird/mag. Und natürlich gibt es darauf keine allgemein gültige Antwort, und ganz bestimmt nicht aus dem Internet (also insbesondere auch hier nicht), aber ich hoffe es hilft, wenn ich hier ein paar meiner Erfahrungen berichte, um dem Bangen (oder einfach der blanken Angst) vor der Zeit als Vater den Nimbus des Bedrohlichen zu nehmen.

Du bist Vater? – Ja Geil! Mach was draus!
(Und stell dich bitte nicht so an)

Grüße, der Mattes

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